Attraktiver Lärm- und Hitzeschutz

Im Zusammenhang mit der verkehrstechnischen Erneuerung des Badener Schulhausplatzes wurden zwei hohe Stützmauern mit einer begrünten Lärmschutzwand versehen. Bei vielen Bauwerken des Strassenverkehrs ist Beton als Material und damit Grau  gesetzt. Beton ist nicht nur ein hervorragendes Baumaterial, sondern hat auch gestalterisches Potenzial. In Bezug auf Lärm erzeugt „nackter“ Beton aber eine relativ starke Reflexion. Zur Verminderung dieser Lärmquelle bietet der moderne Lärmschutz ausgezeichnete Möglichkeiten, wie das dargestellte Beispiel beweist. „Grüner Lärmschutz“ erzeugt hier neben der gestalterischen auch eine kühlende und reinigende Wirkung. (Wegen des Hitzeinsel-Effektes und zur Staubbindung in den Städten eine wichtige klimatische Funktion.) Die Stadt Baden nutzte deshalb die Gelegenheit, zwei hohe Stützmauern mit einer begrünten Lärmschutzwand zu ergänzen.

«Fassaden-Bekleidung» in Grün
In ihrer Dimension sind die neuen Wandkonstruktionen bis 58 Meter lang und zehn Meter hoch. Ihre Gesamtfläche beträgt rund 340 Quadratmeter. Die neuen Lärmschutzwände sind aus Wandelementen (0,5 m x 4 m x 0,15 m) aufgebaut. Als tragende Unterkonstruktion für die Elemente dienen vertikal liegende Stahlschienen und –konsolen (Halfen). Schmale Streifenbleche decken die Elementstösse frontseits ab. Auch innenseitig dient ein Streifenblech als Anschlag für die Wandmodule, die von oben her zwischen die Bleche eingefügt und so in ihrer Lage fixiert sind. Zwischen den begrünten Wandabschnitten (1,5 m bis 3 Meter hoch) liegen jeweils Pflanztröge, die bei Bedarf zentral gesteuert bewässert werden. Die Unterkonstruktion der Wand wurde speziell für dieses Objekt entwickelt und als solche erstmals eingebaut.

Wirksamer Lärmschutz bedingt Qualität
Beim Lärmschutz geht es darum, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende Schalldämmung und -absorption zu erreichen. Dafür braucht es entsprechende Materialien, Produkte und Systeme. Die hier zum Zug gekommenen Kohlhauer Planta Lärmschutz-Elemente, deren Kern aus hochverdichteter Steinwolle besteht, zeichnen sich durch eine sehr hohe Material- und technische Qualität aus und haben sich in zahlreichen Anwendungen bestens bewährt. Die Bepflanzung der Tröge erfolgte in diesem Fall mit Efeu und Wildreben, die sich durch Robustheit und Beständigkeit auszeichnen. Ermöglicht haben den Bau des eindrücklichen Werks im Jahre 2018 neben einer fortschrittlichen Behörde auch engagierte Planer und Handwerker vor Ort.

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