W 220 Fi fräst Fahrbahn 46 cm tief

In Illinois im mittleren Westen der USA baut die Grossfräse W 220 Fi eine komplette Fahrbahn in zwei Übergängen aus. Dank der Maschinensteuerung Mill Assist erfolgen die Fräsarbeiten sehr wirtschaftlich. Bei der Sanierung der Auf- und Abfahrt zur Interstate 55 in Bolingbrook entschied sich das ausführende Strassenbauunternehmen für eine 812 PS-starke W 220 Fi, weil die anspruchsvolle Fräsaufgabe hohe Produktivität und Effizienz erforderte. Um die enormen Leistungsreserven der Grossfräse bedarfsgerecht an die verschiedenen Maschinenkomponenten zu verteilen, regelt der Mill Assist den Betriebspunkt der Maschine dynamisch. Das bedeutet er passt die Drehzahl des Dieselmotors und der Fräswalze, den Fahrantrieb, Maschinenvorschub und Wasserverbrauch bei wechselnden Baustellenbedingungen automatisch an.

Breites Anwendungsspektrum
Auch das Zwei-Gang-Lastschaltgetriebe Dual Shift steuert der Mill Assist automatisch. In Verbindung mit dem Dieselmotor lassen sich dabei die Fräswalzendrehzahlen nach unten und oben erweitern. Aufgrund des deutlich vergrösserten Fräswalzendrehzahlspektrums können die Grossfräsen der neuen F-Serie ein breites Anwendungsspektrum realisieren. Für Mark Lindbloom, Betriebsleiter bei K-Five Construction, hatte das Antriebskonzept der W 220 Fi ausserdem Einfluss auf die Kaufentscheidung. „Das Zwei-Gang-Lastschaltgetriebe war für uns attraktiv. Es bringt die Pferdestärken auf langen Streckenabschnitten (und bei geringer Frästiefe) genauso auf die Strasse wie beim Arbeiten in großen Frästiefen“. So können im niedrigen Fräswalzendrehzahlbereich Kraftstoff und Meisselverschleiß reduziert werden. Im oberen Fräswalzendrehzahlbereich ist es möglich, auch bei hohen Flächenleistungen eine hohe Qualität des Fräsbildes zu erzielen.

Arbeitsstrategie zahlt sich aus
Für den zweilagigen Komplettausbau in Illinois war die W 220 Fi mit einer 2,5 m breiten und 196 Rundschaftmeisseln bestückten Standard-Fräswalze ausgestattet. Der Auftrag sollte kostenoptimiert realisiert werden. Die W 220 Fi fräste deshalb im Eco-Modus, eine von drei Arbeitsstrategien, zwischen denen Maschinenbediener bei den neuen Wirtgen Grossfräsen wählen können. Im Eco-Modus sucht der Mill Assist immer den Maschinenbetriebspunkt mit dem günstigsten Kraftstoff- und Meisselverbrauch pro gefrästem Kubikmeter Material. Gleichzeitig werden damit die CO2- und Geräuschemissionen reduziert. Polier Ed Mesko zog daher ein positives Fazit über die Fräsarbeiten nahe der Interstate 55: „Die W 220 Fi verfügt über viele Funktionen, die es dem Fahrer und Bodenarbeiter einfach machen. Sie besitzt eine Menge Technologie und Leistung“.

Wirtgen Performance Tracker
Zum Lieferumfang der Grossfräse zählte auch ein Wirtgen Performance Tracker (WPT), der die Flächenfräsleistung, das Fräsvolumen und die Verbrauchswerte der Maschine exakt ermittelt. Alle wichtigen Leistungs- und Verbrauchsdaten werden dem Fräsenfahrer auf dem Bedienstand in Echtzeit angezeigt. Unmittelbar nach Abschluss der Fräsarbeiten werden die Daten in einem automatisch generierten Bericht per E-Mail auch an den Maschinenbetreiber gesendet. „Wenn wir eine Maschine kaufen, wollen wir Zuverlässigkeit, Vielseitigkeit, Wert und Leistung. Die W 220 Fi bietet all diese Eigenschaften und mit dem WPT ein bedeutendes technologisches Upgrade. Damit können wir unsere Leistung sehr genau messen“, erklärt Lindbloom. „Wir haben schon früher Telematik-Systeme eingesetzt, aber noch nie auf diesem Niveau. Wir sind zuversichtlich, dass die Technologie uns helfen wird, unsere Effizienz zu steigern“.

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