Baustelle digital: Kosten- und zeitintensive Nacharbeiten entfallen

Eine ausreichende Verdichtung des Unterbaus sorgt für eine hohe Tragfähigkeit, die des Asphalts für eine hohe Belastbarkeit. So wird die gewünschte Betriebsdauer des Bauwerks erreicht. Die Verdichtungsqualität wird aber häufig lediglich punktuell überprüft, wobei Schwankungen der Homogenität des Dichteniveaus nicht flächendeckend erkannt werden. Kommt es zu über- oder unterverdichteten Schichtlagen, treten Setzungsdifferenzen auf, die Schäden am Bauwerk oder der Fahrbahn bewirken. Abhilfe können hier Systeme zur flächendeckenden dynamischen Verdichtungskontrolle (FDVK) leisten, welche die Qualität bereits während des Einbaus kontrollieren und dokumentieren.
Um diesen komplexen Vorgang möglichst einfach und dennoch genau zu gestalten, hat die Völkel Mikroelektronik GmbH mit dem FDVK-Navigator ein intuitiv bedienbares System entwickelt, das gleichermassen für den Erd- sowie Asphaltbau geeignet ist: Sensoren dokumentieren neben der Verdichtungsleistung unter anderem die Oberflächentemperatur bei der Asphaltierung sowie die Bodenbeschaffenheit in Echtzeit. Werden mehrere Walzen miteinander vernetzt, erhalten die Fahrer sowie die Bauverantwortlichen einen besseren Überblick über den Stand der Verdichtung. Das umfangreiche Mess-Tool wird auf der bauma 2019 vorgestellt.
„Umfassende Kostenanalysen von Strassen haben deutlich gezeigt, dass die Langlebigkeit der Asphaltschichten wesentlich von der Tragfähigkeit und der Verdichtung der darunterliegenden Schichten abhängt“, erklärt Dirk Jansen, Geschäftsführer der Völkel Mikroelektronik GmbH. „Um teure Nacharbeiten bei unzureichender Verdichtung zu vermeiden, wird idealerweise eine lückenlose Qualitätskontrolle bereits während des Asphalteinbaus durchgeführt“.
Da konventionelle Punktmessmethoden diese nur stichprobenartig erfassen, werden Systeme zur flächendeckenden dynamischen Verdichtungskontrolle (FDVK) eingesetzt. Diese sind aber in der Regel komplex in der Anwendung und nicht für jeden Bauunternehmer rentabel, da beispielsweise auch die Implementierung von GNSS-Empfängern und Nachrüstungen wie etwa die notwendige Sensorik oftmals zu teuer sind. Deshalb hat die Völkel Mikroelektronik GmbH mit dem FDVK-Navigator ein einfach zu verwendendes, dennoch vielseitiges Verdichtungsmesssystem entwickelt, das sich intuitiv bedienen lässt und neben visualisierbaren Messwerten auch die Qualitätssicherung während des Verdichtungsvorgangs ermöglicht. Das System lässt sich werkseitig oder nachträglich in jede Walze, unabhängig vom Typ oder Hersteller, einbauen.

www.voelkel.de