Ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr 2018

Das Geschäftsjahr 2018 reiht sich nahtlos in die vergangenen, sehr guten Geschäftsjahre der AG für Abfallverwertung AVAG ein. Dies wurde an der GV in der Ilfis-Halle in Langnau i. E. mitgeteilt. Höchstwerte bei den angelieferten Abfallmengen einerseits, aber auch Rekorderträge aus der Bewirtschaftung der zur fachgerechten Verwertung und Entsorgung angenommenen Mengen und bei der Energieabgabe andererseits sowie ein straffes Kostenmanagement sind die Hauptgründe für diesen Erfolg.
Ist es in der heutigen Zeit, in welcher der schonende Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen eine der grössten Herausforderungen darstellt, noch angebracht, sich über Mehrmengen zu freuen? Die Strategie der AVAG besteht darin, einerseits den Abfall der Bevölkerung aus den 134 Gemeinden des Einzugsgebiets und andererseits jenen des privaten Gewerbes und der Industrie zu einem möglichst hohen Anteil der stofflichen Verwertung zuzuführen oder in wertvolle Energie in Form von Wärme, Strom und Prozessdampf umzuwandeln. Kürzer lässt sich das Leistungsverständnis und die Kernkompetenz der AVAG, die sowohl für eine umweltfreundliche als auch ökonomische Wahrnehmung und Betreibung der hierzu nötigen Infrastrukturen und Prozesse unerlässlich ist, nicht umschreiben.
Um auch in Zukunft erfolgreich am Markt agieren zu können, wurde eine explizit auf die AVAG fokussierte ‘Energiestrategie 2038’ strategisch und anlagetechnisch auf die sich abzeichnenden Wandlungen im Fernwärmebereich und im Strommarkt ausgearbeitet. Je besser es gelingt, in diesem Bereich tätig zu sein, umso wirtschaftlicher kann die am Anfang der Wertschöpfungskette angesiedelte Abfall-sammlungs- und Entsorgungsaufgabe wahrgenommen werden.
Auch im Bereich des Stromabsatzes hat die AVAG ihre Anstrengungen durch die direkte Vermarktung des in der KVA erzeugten Stromes, durch Terminkontraktgeschäfte oder aber im Tageshandel (Spot-Markt) intensiviert. Längerfristig vielversprechender ist jedoch der Ausbau des Fernwärmegeschäfts. Mit dem Aufbau der im 2018 gegründeten Fernwärme Thun AG soll zusammen mit den Partnerinnen Energie Thun AG und NetZulg AG der Wärmeabsatz bis ins Jahr 2038 verdoppelt werden. Dazu wird die neu gegründete Unternehmung über drei Fernwärmestränge zusätzliche Quartiere in Steffisburg, Thun und Uetendorf erschliessen.

Bau des Holzkraftwerkes Aarberg schreiten voran
Nach aufwändigen Vorarbeiten und Machbarkeitsstudien konnten am 18. Juni 2018 mit der Grundsteinlegung die Bauarbeiten endgültig gestartet werden. Die drei gleichberechtigten Projektpartner Schweizer Zucker AG, Terra Nova GmbH und AG für Abfallverwertung AVAG investieren 95 Mio. Franken in das Kraftwerk und damit in eine ökologische Energieversorgung zur nachhaltigen Produktion von Zucker in der Schweiz.
Die Bauarbeiten schreiten zügig voran und die Inbetriebnahme ist gegen Ende des Jahres 2020 vorgesehen. Das Holzkraftwerk Aarberg wird einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Schweiz leisten, indem aus Altholz erneuerbarer Strom und Wärme hergestellt wird. Die an die Zuckerfabrik gelieferte Wärme führt zu einer CO2-Reduktion von mindestens 14 000 Tonnen pro Jahr.

www.avag.ch